Interkultureller Workshop Februar 2012
Interkultureller Workshop Februar 2012

Interkulturell

Die Gemeinde hat sich vor etwa zehn Jahren für Menschen aus dem frankophonen Afrika geöffnet. Inzwischen kommen etwa 50 Gemeindemitglieder und weitere Freunde der Gemeinde aus Kongo, Kamerun und anderen afrikanischen Ländern.

Zweimal im Monat finden Gottesdienste in französischer Sprache statt. In der französischsprachigen Bibelarbeit, im Gebetskreis und im Hauskreis sowie im frankophonen Chor wird vor allem französisch gesprochen. Darin finden aus Afrika stammende Gemeindeglieder eine geistige Heimat.

 

Wir sind eine bunte, multikulturelle Gemeinde. In allen Bereichen des Gemeindelebens pflegen wir das Miteinander von Menschen mit weißer und schwarzer Hautfarbe.

 

Seit 2003 arbeitet Pasteur Fidèle Mushidi als sozial-diakonischer Mitarbeiter in der Gemeinde. Er ist Pfarrer der Église du Christ in der DR Kongo. Weit über die Kirchengemeinde hinaus unterstützt er Menschen aus dem frankophonen Afrika in sozialen Notlagen.Im April 2012 stellte ihn das Medienhaus Frankfurt für die EKHN in einem Kurzfilm (4:43 min.) vor.

 

Interculturel

La paroisse s’est ouverte il y a environ 10 ans aux ressortissants d’Afrique francophone. Entre-temps environ 50 membres de la paroisse sont originaires du Congo, du Cameroun et d’autres pays africains.

Deux fois par mois ont lieu des cultes en français. Dans l’étude biblique en langue Française, le cercle de prière et dans le cercle de maison tout comme dans la chorale francophone, la langue en usage est avant tout le francais. C’est dans ces structures que les membres africains de la paroisse trouvent une patrie spirituelle.

 

Nous sommes une paroisse multicolore et multiculturelle. Dans tous les domaines de la vie paroissiale nous cultivons une cohabitation harmonieuse entre noirs et blancs.

 

Depuis 2003, Fidèle Mushidi travaille comme Diacre et Assistant social dans la paroisse. Il est Pasteur de l’Église du Christ dans la République démocratique du Congo. Bien au-delà des frontières de la paroisse, il soutient des personnes issues de l’Afrique francophone dans des situations de détresse matérielle.

 


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22.-24.8.2019 - Bericht von der          Generalversammlung der CEEEFE in Paris

 

Bericht von der Generalversammlung der CEEEFE

 

in Paris vom 22.-24. August 2019

 

 

 

Seit sechs Jahren ist die Evangelische Französisch-reformierte Gemeinde in Frankfurt am Main (EFRG) das noch immer jüngste Mitglied der CEEEFE, la Communauté des Églises Évangeliques Francophones à l’Étranger. Jedes Jahr tagt die Generalversammlung im August in Paris. Regionalversammlungen gibt es für Europa immer im Frühjahr.

 

Für die Versammlung vom 22. bis zum 24. August 2019 waren ungefähr dreißig Delegierte aus aller Welt nach Paris gekommen. Sie vertreten vorrangig Gemeinden aus den französischen Überseegebieten und (ehemaligen) Kolonien sowie aus Europa (Deutschland, Skandinavien, Niederlande, Großbritannien).

Über das Hauptthema der Versammlung, „Église verte“, wurde am Freitag, 23. August 2019 gesprochen. Anhand eines Bibelstudiums wurde eine neue Lebenshaltung des freiwilligen Verzichts („sobriété“) diskutiert. Kritisch wurde bemerkt, dass Alarmismus nichts Gutes für die Umweltfrage bringt. Eine andere Lebenshaltung kann und soll mit christlicher Freude und Zuversicht angegangen werden.

 

Auch diakonisch-missionarische Initiativen spielten eine große Rolle während der Versammlung. Berichtet wurde von der Arbeit der ACO, der Action Chrétienne en Orient. Sie ist aus Hilfsaktionen während des armenischen Genozids hervorgegangen und unterstützt heute ethnische und religiöse Minderheiten im Nahen Osten. Die Kirchen in Marokko und Dschibuti sind weitestgehend von Spenden der CEEEFE und des DEFAP, der evangelischen Mission Frankreichs, abhängig. Gerade wurde der Neubau einer protestantischen Kirche in Dschibuti erfolgreich beendet. Die Gemeindearbeit, die nun in den Gebäuden der Gemeinde stattfindet, ist praktisch-diakonisch ausgerichtet. Die Kirche bietet eine „Ausbildung auf der Baustelle“ (formation sur le chantier) an, die Geflüchteten in Djibouti die Chance bietet sich zu qualifizieren. Begleitendes Thema der gesamten Konferenz war die schwierige Position der Gemeinden in der arabischen Welt. Oft können sie ihr Gemeindeleben nur führen, wenn es explizit nicht auf Einheimische gerichtet ist. Die französische Gottesdienstsprache dient oft als „Nachweis“, dass unter der örtlichen muslimischen Bevölkerung nicht missioniert wird.

 

Nach einer sechsjährigen Amtszeit hat Bernhard Antérion sich als Vorsitzender des CEEEFE verabschiedet. Es wurde ein neuer Vorstand gewählt. Neuer Vorsitzender ist Pasteur Christian Seytre, ehemaliger leitender Geistlicher der Fédération protestante de France, des französischen Gegenstücks der EKD.

 

Cécile Ambote Luzolo hat die EFRG präsentiert und dabei auf das vergangene Karl-Barth-Jahr hingewiesen, auf den Besuch von Bernhard Antérion und die Auftritte des Chorale francophone für die Christoffel-Blindenmission. Die EFRG hat ihr Interesse daran bekundet, die nächste europäische Regionalversammlung in Frankfurt am Main zu halten. Eine formale Einladung erfolgt erst, wenn dazu im Konsistorium ein Beschluss gefasst wurde.

 

Die Atmosphäre während der ganzen Tagung war freundlich und locker. Beruhigend ist es, dass Tagungshäuser nicht dem deutschen Standard entsprechen müssen, um doch ein gutes Tagen zu ermöglichen. Die Veranstaltung spiegelt die Frankophonie wieder, die das Gefühl vermittelt, dass die Welt klein ist und nicht weit weg (wie man in Deutschland manchmal vermuten könnte).

 

 

 

Cécile Ambote Luzolo