Herzlich willkommen in der Evangelischen Französisch-reformierten Gemeinde!

Auf diesen Seiten möchten wir die Evangelische Französisch-reformierte Gemeinde in Frankfurt am Main vorstellen.

 

Seien Sie eingeladen, zu stöbern – und teilzunehmen am Leben der Gemeinde. Aktuelle Veranstaltungen finden Sie deshalb gleich hier auf dieser Seite, weitere unter Gottesdienst und  Gemeindeleben.

Einen Rückblick auf frühere Veranstaltungen haben wir auf der linken Spalte aufgenommen.

 

 

Soyez les bienvenus à la Paroisse protestante réformée-française !

Sur les pages suivantes, nous souhaitons vous présenter la Paroisse Protestante Réformée-française de Francfort-sur-le-Main

 

Vous êtes invités à vous faire une idée en vous promenant dans les pages qui suivent, de même sentez vous invités à participer à la vie de notre paroisse.

C'est pourquoi vous trouverez les activités actuelles de notre paroisse immédiatement sur cette page et les autres sous les rubriques « Gottesdienst » und « Gemeindeleben » (culte et vie de la paroisse).


 


Festgottesdienst in der Koronazeit – wie geht das?

 

Tja, wie geht’s Ihnen so mit Korona? Weniger Kontakte, Homeoffice – und dann steht die Kirche zwar noch, aber sie ist nicht mehr der soziale Treffpunkt am Sonntag für alle, die möchten, nur noch für eine gewisse Anzahl. Wer darüber hinaus dennoch kommen möchte und keinen Stuhl mehr findet – muss sich einen Gottesdienst in einer anderen Gemeinde suchen.

 

Aber hier wollen wir vom Dennoch des Glaubens in Koronazeiten berichten, denn Feiern geht auch jetzt, wenn auch anders! Wir haben am 27. September für unsere kommenden „großen“ Festgottesdienste zum 1. Advent und Heiligabend geprobt.

 

Zutaten:

 

 

Vor allem Masken und Abstand – aber nur räumlich! Dazu aber zwei Pfarrer, Stuhlgruppen für Einzelpersonen, Paare und Familien, viele Blumen in Bodenvasen als Abstandshalter, ein schön geschmückter Abendmahlstisch, Stühle hinter demselben für die Pfarrer und im Abstand davor für die Gemeinde.

 

 


 

 

 

 

Auffallend vor allem, dass es keine angeschlagenen Lieder gab – die Leere an den Wänden war unübersehbar, denn die Texte waren auf unseren Liedblättern ausgedruckt und wurden vom Organisten und seiner Frau gesungen.

 

    

 

 

 

 

Und weil nicht alle Menschen Frühaufsteher oder Langschläfer sind, gab es zwei Gottesdienste nacheinander, verbunden durch ein gemeinsames Essenszeitfenster. Gewöhnlich feiern wir nach einem Gottesdienst, der um 10.30 Uhr beginnt, alle zusammen mit einem großen Buffet, zu dem jede und jeder etwas beisteuern kann. Die Gemeinde stellt Obst, Brot und zwei einfache Suppen. Beigesteuert werden Salate, Nachtisch, Kuchen, afrikanische Spezialitäten und vor allem Beignets, eine Art Quarkbällchen. Was also tun, wenn das Traditionelle nicht mehr möglich ist? Wir entschieden uns für Wasser und Saft in kleinen Flaschen und verzichteten schweren Herzens auf die Gläser. Das Buffet stand im Foyer, wie immer, aber es war mit Orangen und Bananen bestückt, sowie kleine, traumhafte Brezel-Bursch-Leckereien in Brottüten (der Kontakt ist über das Gemeindebüro zu erfragen) und Knusper-Schokoriegel, ebenfalls individuell verpackt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ach ja, letzter Sonntag im Monat ist bei uns immer Abendmahlsgottesdienst. Also gab es ein Wägelchen mit Tabletts, auf denen unsere Einzelkelche, bzw. die Spanschiffchen mit Brot standen, vom Pfarrer und der Präses Diakonin ausgeteilt.

 

 

 

 

Mit diesen Zutaten konnten wir das Fest retten. Anders als sonst. Weniger Dekoration, weniger von allem, aber die Gemeinschaft derer, die sich trauten zu kommen, war möglich. Dafür sind wir dankbar und freuen uns auf weitere Festgottesdienste in diesem Jahr; denn Feste sind wie ein Sonnenstrahl im Alltag oder eine Sonnenblume fürs Gemüt!

 

 

Doris Gabriel-Bassin

 

 

 

                                                                                                   

 

Wichtige Stellungnahme zu Flüchtlingen

Die Franzö›sisch-reformierte Gemeinde ist über die Ceeefe mit anderen französischsprachigen Gemeinden international verbunden. Viele dieser Gemeinden sind von interkulturellem Miteinander geprägt. Die Ceeefe hat daher auf seiner Generalversammlung zu der Situation von Flüchtlingen und Migranten eine Erklärung abgegeben, die Sie hier im Original und in deutscher Übersetzung finden.

Kommentare: 0

22.-24.8.2019 - Bericht von der          Generalversammlung der CEEEFE in Paris

 

Bericht von der Generalversammlung der CEEEFE

 

in Paris vom 22.-24. August 2019

 

 

 

Seit sechs Jahren ist die Evangelische Französisch-reformierte Gemeinde in Frankfurt am Main (EFRG) das noch immer jüngste Mitglied der CEEEFE, la Communauté des Églises Évangeliques Francophones à l’Étranger. Jedes Jahr tagt die Generalversammlung im August in Paris. Regionalversammlungen gibt es für Europa immer im Frühjahr.

 

Für die Versammlung vom 22. bis zum 24. August 2019 waren ungefähr dreißig Delegierte aus aller Welt nach Paris gekommen. Sie vertreten vorrangig Gemeinden aus den französischen Überseegebieten und (ehemaligen) Kolonien sowie aus Europa (Deutschland, Skandinavien, Niederlande, Großbritannien).

Über das Hauptthema der Versammlung, „Église verte“, wurde am Freitag, 23. August 2019 gesprochen. Anhand eines Bibelstudiums wurde eine neue Lebenshaltung des freiwilligen Verzichts („sobriété“) diskutiert. Kritisch wurde bemerkt, dass Alarmismus nichts Gutes für die Umweltfrage bringt. Eine andere Lebenshaltung kann und soll mit christlicher Freude und Zuversicht angegangen werden.

 

Auch diakonisch-missionarische Initiativen spielten eine große Rolle während der Versammlung. Berichtet wurde von der Arbeit der ACO, der Action Chrétienne en Orient. Sie ist aus Hilfsaktionen während des armenischen Genozids hervorgegangen und unterstützt heute ethnische und religiöse Minderheiten im Nahen Osten. Die Kirchen in Marokko und Dschibuti sind weitestgehend von Spenden der CEEEFE und des DEFAP, der evangelischen Mission Frankreichs, abhängig. Gerade wurde der Neubau einer protestantischen Kirche in Dschibuti erfolgreich beendet. Die Gemeindearbeit, die nun in den Gebäuden der Gemeinde stattfindet, ist praktisch-diakonisch ausgerichtet. Die Kirche bietet eine „Ausbildung auf der Baustelle“ (formation sur le chantier) an, die Geflüchteten in Djibouti die Chance bietet sich zu qualifizieren. Begleitendes Thema der gesamten Konferenz war die schwierige Position der Gemeinden in der arabischen Welt. Oft können sie ihr Gemeindeleben nur führen, wenn es explizit nicht auf Einheimische gerichtet ist. Die französische Gottesdienstsprache dient oft als „Nachweis“, dass unter der örtlichen muslimischen Bevölkerung nicht missioniert wird.

 

Nach einer sechsjährigen Amtszeit hat Bernhard Antérion sich als Vorsitzender des CEEEFE verabschiedet. Es wurde ein neuer Vorstand gewählt. Neuer Vorsitzender ist Pasteur Christian Seytre, ehemaliger leitender Geistlicher der Fédération protestante de France, des französischen Gegenstücks der EKD.

 

Cécile Ambote Luzolo hat die EFRG präsentiert und dabei auf das vergangene Karl-Barth-Jahr hingewiesen, auf den Besuch von Bernhard Antérion und die Auftritte des Chorale francophone für die Christoffel-Blindenmission. Die EFRG hat ihr Interesse daran bekundet, die nächste europäische Regionalversammlung in Frankfurt am Main zu halten. Eine formale Einladung erfolgt erst, wenn dazu im Konsistorium ein Beschluss gefasst wurde.

 

Die Atmosphäre während der ganzen Tagung war freundlich und locker. Beruhigend ist es, dass Tagungshäuser nicht dem deutschen Standard entsprechen müssen, um doch ein gutes Tagen zu ermöglichen. Die Veranstaltung spiegelt die Frankophonie wieder, die das Gefühl vermittelt, dass die Welt klein ist und nicht weit weg (wie man in Deutschland manchmal vermuten könnte).

 

 

 

Cécile Ambote Luzolo