Evangelisch

Die Gemeinde ist seit 1554 eine selbstständige Personalgemeinde und hat im Verlauf des 20. Jahrhunderts ihren Ort als Gemeinde mit besonderen Rechten in der heutigen Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau gefunden. Unsere Kirchenordung (Gemeindeverfassung) wurde seit der Gründung nur wenig verändert und geht auf Calvins Gemeindeordnung für die Straßburger Flüchtlingsgemeinde zurück. 

 
Der in der Bibel bezeugte dreieinige Gott bestimmt unsere Gemeinschaft. Dieser Glaube ist Kraftquelle und Inspiration, er stellt uns in Frage und verbindet uns über alle Unterschiede hinweg. In dieser Gemeinde ist der offene und kritische Umgang mit der Bibel lebendige Tradition. Die Gemeinde setzt sich in Gottesdiensten und regelmäßigen Veranstaltungen aktiv und eigenständig mit dem Anspruch und Zuspruch Gottes für unsere Zeit auseinander.

Protestante

La paroisse est depuis 1554 une paroisse dite « paroisse personnelle » (en allemand « Personalgemeinde », constituée de membres non liés à une localité ou un quartier précis, par opposition à la « Ortsgemeinde » ou paroisse locale, dont les membres habitent par définition dans le quartier où se trouve leur Église). Elle est historiquement indépendante et ne s’est intégrée dans l’Église protestante de Hessen et de Nassau qu’au cours du 20ème siècle. Nos statuts paroissiaux (Constitution paroissiale) n’ont été que peu modifiés depuis sa fondation et remontent aux statuts paroissiaux établis par Calvin pour la paroisse de réfugiés de Strasbourg.

 

Le Dieu trinitaire dont atteste la Bible fonde notre Communauté. Cette foi est source de force et d’inspiration, elle nous remet en question et nous unit par-delà nos différences. Dans cette paroisse une lecture ouverte et critique de la Bible représente une tradition vivante et bien ancrée. Elle examine activement et de façon autonome lors des cultes et des diverses manifestations, les exigences et le réconfort qu’apportent la Parole de Dieu pour notre temps.


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22.-24.8.2019 - Bericht von der          Generalversammlung der CEEEFE in Paris

 

Bericht von der Generalversammlung der CEEEFE

 

in Paris vom 22.-24. August 2019

 

 

 

Seit sechs Jahren ist die Evangelische Französisch-reformierte Gemeinde in Frankfurt am Main (EFRG) das noch immer jüngste Mitglied der CEEEFE, la Communauté des Églises Évangeliques Francophones à l’Étranger. Jedes Jahr tagt die Generalversammlung im August in Paris. Regionalversammlungen gibt es für Europa immer im Frühjahr.

 

Für die Versammlung vom 22. bis zum 24. August 2019 waren ungefähr dreißig Delegierte aus aller Welt nach Paris gekommen. Sie vertreten vorrangig Gemeinden aus den französischen Überseegebieten und (ehemaligen) Kolonien sowie aus Europa (Deutschland, Skandinavien, Niederlande, Großbritannien).

Über das Hauptthema der Versammlung, „Église verte“, wurde am Freitag, 23. August 2019 gesprochen. Anhand eines Bibelstudiums wurde eine neue Lebenshaltung des freiwilligen Verzichts („sobriété“) diskutiert. Kritisch wurde bemerkt, dass Alarmismus nichts Gutes für die Umweltfrage bringt. Eine andere Lebenshaltung kann und soll mit christlicher Freude und Zuversicht angegangen werden.

 

Auch diakonisch-missionarische Initiativen spielten eine große Rolle während der Versammlung. Berichtet wurde von der Arbeit der ACO, der Action Chrétienne en Orient. Sie ist aus Hilfsaktionen während des armenischen Genozids hervorgegangen und unterstützt heute ethnische und religiöse Minderheiten im Nahen Osten. Die Kirchen in Marokko und Dschibuti sind weitestgehend von Spenden der CEEEFE und des DEFAP, der evangelischen Mission Frankreichs, abhängig. Gerade wurde der Neubau einer protestantischen Kirche in Dschibuti erfolgreich beendet. Die Gemeindearbeit, die nun in den Gebäuden der Gemeinde stattfindet, ist praktisch-diakonisch ausgerichtet. Die Kirche bietet eine „Ausbildung auf der Baustelle“ (formation sur le chantier) an, die Geflüchteten in Djibouti die Chance bietet sich zu qualifizieren. Begleitendes Thema der gesamten Konferenz war die schwierige Position der Gemeinden in der arabischen Welt. Oft können sie ihr Gemeindeleben nur führen, wenn es explizit nicht auf Einheimische gerichtet ist. Die französische Gottesdienstsprache dient oft als „Nachweis“, dass unter der örtlichen muslimischen Bevölkerung nicht missioniert wird.

 

Nach einer sechsjährigen Amtszeit hat Bernhard Antérion sich als Vorsitzender des CEEEFE verabschiedet. Es wurde ein neuer Vorstand gewählt. Neuer Vorsitzender ist Pasteur Christian Seytre, ehemaliger leitender Geistlicher der Fédération protestante de France, des französischen Gegenstücks der EKD.

 

Cécile Ambote Luzolo hat die EFRG präsentiert und dabei auf das vergangene Karl-Barth-Jahr hingewiesen, auf den Besuch von Bernhard Antérion und die Auftritte des Chorale francophone für die Christoffel-Blindenmission. Die EFRG hat ihr Interesse daran bekundet, die nächste europäische Regionalversammlung in Frankfurt am Main zu halten. Eine formale Einladung erfolgt erst, wenn dazu im Konsistorium ein Beschluss gefasst wurde.

 

Die Atmosphäre während der ganzen Tagung war freundlich und locker. Beruhigend ist es, dass Tagungshäuser nicht dem deutschen Standard entsprechen müssen, um doch ein gutes Tagen zu ermöglichen. Die Veranstaltung spiegelt die Frankophonie wieder, die das Gefühl vermittelt, dass die Welt klein ist und nicht weit weg (wie man in Deutschland manchmal vermuten könnte).

 

 

 

Cécile Ambote Luzolo