Français

Le terme « Français » décrit d’abord les racines historiques de notre paroisse : celle-ci fut créée en 1554 par des réfugiés francophones originaires de Wallonie (Belgique) qui étaient persécutés en raison de leur foi protestante réformée et furent recueillis à Francfort-sur-le-Main après plusieurs années de fuite. Avec plus de 450 années d’existence, cette paroisse est la plus vieille paroisse constituée de Francfort.

 

Après la persécution des Huguenots – les protestants de France – en 1685, la petite paroisse reformée-française soutint, par ses propres moyens, 23.750 réfugiés de la foi et devint ainsi une plaque tournante favorisant l’établissement des Huguenots en Allemagne. Beaucoup d’artisans, de commerçants et d’érudits furent membres de cette paroisse. Jusqu’en 1916, plus longtemps que dans toutes les autres paroisses huguenottes, le français fut la langue utilisée pendant le culte et les autres manifestations de la paroisse.

 

Depuis environ 10 ans, la paroisse s’est ouverte aux Africaines et Africains francophones, et se conçoit désormais comme une paroisse interculturelle intégrant des hommes et des femmes d’origines diverses. Depuis 2003, Fidèle Mushidi, Pasteur de l’Église du Christ au Congo-Kinshasa, exerce les fonctions de Diacre et de travailleur social. L’inclusion/intégration des Africain(e)s francophones et des handicapés fait partie de nos préoccupations particulières.

Französisch

„Französisch“ beschreibt zunächst die geschichtlichen Wurzeln: Die Gemeinde wurde 1554 von französisch sprechenden Flüchtlingen aus der Wallonie (im heutigen Belgien) gegründet, die wegen ihres evangelischen Glaubens verfolgt und nach mehrjähriger Flucht in Frankfurt aufgenommen wurden. Mit über 450 Jahren ist diese Gemeinde die älteste verfasste Kirchengemeinde Frankfurts.

 

Nach der Verfolgung der Hugenotten (Protestanten aus Frankreich) 1685 hat die kleine französisch-reformierte Gemeinde 23.750 Glaubensflüchtlinge unterstützt und wurde zu einer Drehscheibe für die Ansiedelung von Hugenotten in Deutschland. Zu der Gemeinde gehörten viele bekannte Handwerker, Kaufleute und Gelehrte. Bis 1916, länger als in allen anderen Hugenottengemeinden, wurde im Gottesdienst und in den Gemeindeveranstaltungen französisch gesprochen.

 

Seit etwa zehn Jahren hat sich die Gemeinde für frankophone Afrikanerinnen und Afrikaner geöffnet und versteht sich als interkulturelle Gemeinde von Menschen verschiedener Herkunft. Seit 2003 arbeitet Fidèle Mushidi, Pasteur der Église du Christ au Congo, in unserer Gemeinde als sozial-diakonischer Mitarbeiter.

Die Inklusion von frankophonen Afrikanern ist uns wie die von Menschen mit Behinderung ein besonderes Anliegen.


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22.-24.8.2019 - Bericht von der          Generalversammlung der CEEEFE in Paris

 

Bericht von der Generalversammlung der CEEEFE

 

in Paris vom 22.-24. August 2019

 

 

 

Seit sechs Jahren ist die Evangelische Französisch-reformierte Gemeinde in Frankfurt am Main (EFRG) das noch immer jüngste Mitglied der CEEEFE, la Communauté des Églises Évangeliques Francophones à l’Étranger. Jedes Jahr tagt die Generalversammlung im August in Paris. Regionalversammlungen gibt es für Europa immer im Frühjahr.

 

Für die Versammlung vom 22. bis zum 24. August 2019 waren ungefähr dreißig Delegierte aus aller Welt nach Paris gekommen. Sie vertreten vorrangig Gemeinden aus den französischen Überseegebieten und (ehemaligen) Kolonien sowie aus Europa (Deutschland, Skandinavien, Niederlande, Großbritannien).

Über das Hauptthema der Versammlung, „Église verte“, wurde am Freitag, 23. August 2019 gesprochen. Anhand eines Bibelstudiums wurde eine neue Lebenshaltung des freiwilligen Verzichts („sobriété“) diskutiert. Kritisch wurde bemerkt, dass Alarmismus nichts Gutes für die Umweltfrage bringt. Eine andere Lebenshaltung kann und soll mit christlicher Freude und Zuversicht angegangen werden.

 

Auch diakonisch-missionarische Initiativen spielten eine große Rolle während der Versammlung. Berichtet wurde von der Arbeit der ACO, der Action Chrétienne en Orient. Sie ist aus Hilfsaktionen während des armenischen Genozids hervorgegangen und unterstützt heute ethnische und religiöse Minderheiten im Nahen Osten. Die Kirchen in Marokko und Dschibuti sind weitestgehend von Spenden der CEEEFE und des DEFAP, der evangelischen Mission Frankreichs, abhängig. Gerade wurde der Neubau einer protestantischen Kirche in Dschibuti erfolgreich beendet. Die Gemeindearbeit, die nun in den Gebäuden der Gemeinde stattfindet, ist praktisch-diakonisch ausgerichtet. Die Kirche bietet eine „Ausbildung auf der Baustelle“ (formation sur le chantier) an, die Geflüchteten in Djibouti die Chance bietet sich zu qualifizieren. Begleitendes Thema der gesamten Konferenz war die schwierige Position der Gemeinden in der arabischen Welt. Oft können sie ihr Gemeindeleben nur führen, wenn es explizit nicht auf Einheimische gerichtet ist. Die französische Gottesdienstsprache dient oft als „Nachweis“, dass unter der örtlichen muslimischen Bevölkerung nicht missioniert wird.

 

Nach einer sechsjährigen Amtszeit hat Bernhard Antérion sich als Vorsitzender des CEEEFE verabschiedet. Es wurde ein neuer Vorstand gewählt. Neuer Vorsitzender ist Pasteur Christian Seytre, ehemaliger leitender Geistlicher der Fédération protestante de France, des französischen Gegenstücks der EKD.

 

Cécile Ambote Luzolo hat die EFRG präsentiert und dabei auf das vergangene Karl-Barth-Jahr hingewiesen, auf den Besuch von Bernhard Antérion und die Auftritte des Chorale francophone für die Christoffel-Blindenmission. Die EFRG hat ihr Interesse daran bekundet, die nächste europäische Regionalversammlung in Frankfurt am Main zu halten. Eine formale Einladung erfolgt erst, wenn dazu im Konsistorium ein Beschluss gefasst wurde.

 

Die Atmosphäre während der ganzen Tagung war freundlich und locker. Beruhigend ist es, dass Tagungshäuser nicht dem deutschen Standard entsprechen müssen, um doch ein gutes Tagen zu ermöglichen. Die Veranstaltung spiegelt die Frankophonie wieder, die das Gefühl vermittelt, dass die Welt klein ist und nicht weit weg (wie man in Deutschland manchmal vermuten könnte).

 

 

 

Cécile Ambote Luzolo