Reformiert

Die Reformation hat in Deutschland vor allem zwei evangelische Konfessionen hervorgebracht: Die lutherische, die auf Martin Luther zurückgeht, und die reformierte, die in der Schweiz und in süddeutschen Städten entstanden ist und vor allem von den Reformatoren Ulrich Zwingli und Johannes Calvin geprägt wurde. In Deutschland bilden die Reformierten eine Minderheit der Protestanten (ca. 2 von 25 Millionen), weltweit stellen die Reformierten mit 80 Millionen die größte evangelische Konfessionsfamilie.


Die Evangelische Französisch-reformierte Gemeinde Frankfurt betont im Grundartikel ihrer Kirchenordnung in reformierter Tradition ihre ökumenische Verbundenheit mit der „im wahren Glauben geeinten Kirche Jesu Christi“, bevor sie sich auf die besonderen „Bekenntnisschriften der nach Gottes Wort reformierten Kirche“ bezieht.


Was sind besondere Merkmale der reformierten Konfession?
– Die Auseinandersetzung mit der Bibel in ihren beiden Teilen steht bei den Reformierten besonders im Mittelpunkt. Das führt zu einer deutlichen Nüchternheit in der Liturgie und im Kirchenbau.
– Zu allen Zeiten haben die Reformierten betont, dass auch Staat und Gesellschaft sich am Willen Gottes orientieren müssen. Wir verstehen heute den Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung sowie das Eintreten für Menschenrechte und Inklusion als zeitgemäßen Ausdruck dieser theologischen Einsicht.
– Das reformierte Kirchenverständnis geht von dem Einzelnen und der Einzelgemeinde aus: Kirche baut sich von unten nach oben auf. Unsere auf Calvin zurückgehende Kirchenordnung fußt bereits im 16. Jahrhundert auf der Teilung von Macht und auf demokratischen Wahlen: Die Gemeindeversammlung aller wahlberechtigten Gemeindeglieder wählt sechs Älteste, sechs Diakone und den Pfarrer, die gemeinsam als Konsistorium die Gemeinde leiten.


Da Reformierte skeptisch gegenüber Lehrautoritäten sind, ist auch ihr Verständnis von reformierten Eigenarten vielfältig. Hier finden Sie Anregungen aus der französisch-reformierten Gemeinde Potsdam, der reformierten Kirche Frankreichs sowie dem Reformierten Bund.

Réformée

La Réforme a donné naissance en Allemagne à deux confessions protestantes majeures : la luthérienne, remontant à Martin Luther, et la réformée, qui prit naissance en Suisse et au sud de l’Allemagne, et qui fut marquée avant tout par les réformateurs Ulrich Zwingli et Jean Calvin. En Allemagne, les réformés représentent une minorité ( 2 millions environ sur les 25 millions de protestants que compte l’Allemagne en tout ). A l’échelle mondiale en revanche, les réformés constituent, avec 80 millions de membres, la confession protestante la plus répandue.

 

Johannes Calvin (1509-1564)
Johannes Calvin (1509-1564)

La Paroisse Protestante Réformée-française de Francfort souligne d’abord, dans l’article fondamental de ses statuts en tradition réformée, sa solidarité œcuménique avec « l’Église de Jésus-Christ unie dans la vraie foi », avant de se référer aux « Écrits de foi de l’Eglise réformée selon la Parole de Dieu ».

 

Qu’est-ce qui caractérise particulièrement la confession réformée ?

– L’Étude substancielle de la Bible dans ses deux Testaments est centrale. Ceci conduit à une certaine sobriété dans la liturgie et dans les bâtiments de l’église.

– De tous temps, les Réformés ont souligné que l’État et la société doivent également s’orienter d’après la volonté de Dieu. L’engagement pour la Justice, la Paix et la préservation de la Création tout comme la défense des Droits de l’Homme représentent pour nous l’expression moderne de cette compréhension théologique.

– Pour les Réformés, le concept d’Église part de l’individu et des diverses paroisses individuelles : l’Église se bâtit du bas vers le haut. Les statuts de notre paroisse, qui remontent à Calvin, reposent, a dès le 16ème siècle, sur le partage du pouvoir et les élections démocratiques : l’Assemblée paroissiale, constituée de tous les paroissiens ayant le droit de vote, élit six anciens, six diacres ou diaconesses et un pasteur, qui ensemble composent le Consistoire, l’instance dirigeante de la paroisse.

 

Étant donné que les réformés sont sceptiques vis-à-vis des autorités dogmatiques, leur compréhension des particularités réformées est également diverse. Vous trouverez ci-après des liens présentant des éléments d’orientation élaborés par la paroisse réformée française de Potsdam (en Allemagne), de l’Église réformée de France et de l’Union Réformée.


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22.-24.8.2019 - Bericht von der          Generalversammlung der CEEEFE in Paris

 

Bericht von der Generalversammlung der CEEEFE

 

in Paris vom 22.-24. August 2019

 

 

 

Seit sechs Jahren ist die Evangelische Französisch-reformierte Gemeinde in Frankfurt am Main (EFRG) das noch immer jüngste Mitglied der CEEEFE, la Communauté des Églises Évangeliques Francophones à l’Étranger. Jedes Jahr tagt die Generalversammlung im August in Paris. Regionalversammlungen gibt es für Europa immer im Frühjahr.

 

Für die Versammlung vom 22. bis zum 24. August 2019 waren ungefähr dreißig Delegierte aus aller Welt nach Paris gekommen. Sie vertreten vorrangig Gemeinden aus den französischen Überseegebieten und (ehemaligen) Kolonien sowie aus Europa (Deutschland, Skandinavien, Niederlande, Großbritannien).

Über das Hauptthema der Versammlung, „Église verte“, wurde am Freitag, 23. August 2019 gesprochen. Anhand eines Bibelstudiums wurde eine neue Lebenshaltung des freiwilligen Verzichts („sobriété“) diskutiert. Kritisch wurde bemerkt, dass Alarmismus nichts Gutes für die Umweltfrage bringt. Eine andere Lebenshaltung kann und soll mit christlicher Freude und Zuversicht angegangen werden.

 

Auch diakonisch-missionarische Initiativen spielten eine große Rolle während der Versammlung. Berichtet wurde von der Arbeit der ACO, der Action Chrétienne en Orient. Sie ist aus Hilfsaktionen während des armenischen Genozids hervorgegangen und unterstützt heute ethnische und religiöse Minderheiten im Nahen Osten. Die Kirchen in Marokko und Dschibuti sind weitestgehend von Spenden der CEEEFE und des DEFAP, der evangelischen Mission Frankreichs, abhängig. Gerade wurde der Neubau einer protestantischen Kirche in Dschibuti erfolgreich beendet. Die Gemeindearbeit, die nun in den Gebäuden der Gemeinde stattfindet, ist praktisch-diakonisch ausgerichtet. Die Kirche bietet eine „Ausbildung auf der Baustelle“ (formation sur le chantier) an, die Geflüchteten in Djibouti die Chance bietet sich zu qualifizieren. Begleitendes Thema der gesamten Konferenz war die schwierige Position der Gemeinden in der arabischen Welt. Oft können sie ihr Gemeindeleben nur führen, wenn es explizit nicht auf Einheimische gerichtet ist. Die französische Gottesdienstsprache dient oft als „Nachweis“, dass unter der örtlichen muslimischen Bevölkerung nicht missioniert wird.

 

Nach einer sechsjährigen Amtszeit hat Bernhard Antérion sich als Vorsitzender des CEEEFE verabschiedet. Es wurde ein neuer Vorstand gewählt. Neuer Vorsitzender ist Pasteur Christian Seytre, ehemaliger leitender Geistlicher der Fédération protestante de France, des französischen Gegenstücks der EKD.

 

Cécile Ambote Luzolo hat die EFRG präsentiert und dabei auf das vergangene Karl-Barth-Jahr hingewiesen, auf den Besuch von Bernhard Antérion und die Auftritte des Chorale francophone für die Christoffel-Blindenmission. Die EFRG hat ihr Interesse daran bekundet, die nächste europäische Regionalversammlung in Frankfurt am Main zu halten. Eine formale Einladung erfolgt erst, wenn dazu im Konsistorium ein Beschluss gefasst wurde.

 

Die Atmosphäre während der ganzen Tagung war freundlich und locker. Beruhigend ist es, dass Tagungshäuser nicht dem deutschen Standard entsprechen müssen, um doch ein gutes Tagen zu ermöglichen. Die Veranstaltung spiegelt die Frankophonie wieder, die das Gefühl vermittelt, dass die Welt klein ist und nicht weit weg (wie man in Deutschland manchmal vermuten könnte).

 

 

 

Cécile Ambote Luzolo