Deutschsprachige Gottesdienste

Die Gottesdienste bilden das Zentrum unseres Gemeindelebens. Liturgie und Gestaltung sind bewusst so ausgewählt, dass auch Gäste den Ablauf leicht erkennen und mitfeiern können.

 

Die Predigt bezieht sich nicht unbedingt auf die kirchlich festgelegte Ordnung der Predigttexte und fragt kritisch und kreativ nach der Bedeutung biblischer Texte für unsere Zeit. Auch durch die Auswahl der Lieder sollen Jüngere und Ältere, Kirchennahe und Kirchenferne sowie Menschen aus verschiedenen Kulturen angesprochen werden.


Vom zweiten bis zum letzten Sonntag im Monat feiern wir den Gottesdienst in deutscher Sprache.  Die Gottesdienste beginnen um 10.30 Uhr.


Zur gleichen Zeit findet der Kindergottesdienst für die 5- bis 13-Jährigen (nicht in den Schulferien) und nach Möglichkeit eine Kinderbetreuung für die bis Vierjährigen statt. Die Kinder feiern den Beginn des Gottesdienstes zusammen mit den Erwachsenen im Kirchenraum, nach dem Eingangsteil gehen sie zum Kindergottesdienst in weitere Gemeinderäume.


Am zweiten Sonntag im Monat haben die Gemeindeglieder im Gottesdienst die Möglichkeit, die Predigt im Gespräch zu vertiefen. Seit den 1970er Jahren beteiligen sich Gemeindemitglieder aktiv im Gottesdienst.

 

Am zweiten Sonntag im Monat werden verfolgte, gefolterte, verschwundene oder zum Tode verurteilte Menschen ins Fürbittgebet aufgenommen, die von der Organisation ACAT unterstützt werden. Briefappelle an die jeweiligen Regierungen liegen in der Kirche aus.


Am vierten Sonntag im Monat feiert die Gemeinde in der Regel Abendmahl.


Die deutschsprachigen Gottesdienste werden von einer Reihe von Gastpredigern gehalten.


Nach jedem Gottesdienst besteht bei Kaffee, Tee und Gebäck die Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch und zum Nachdenken über Impulse des Gottesdienstes.

 

Cultes en langue allemande

Les cultes constituent le centre de notre vie paroissiale. La liturgie et l’organisation du culte ont été élaborés d’une manière telle que les visiteurs peuvent facilement en reconnaitre le déroulement et y participer.

 

La prédication ne suit pas forcément le plan de lecture des textes bibliques établis par l’Église et pose systématiquement la question critique de la signification des textes bibliques pour notre temps. Également le choix des cantiques doit contribuer à interpeller les Jeunes comme les Anciens, les Proches et les Distanciés de l’Eglise tout comme des personnes de différentes cultures.

 

Depuis peu et afin de permettre les répétitions de la Chorale avant le culte, la paroisse a décidé de remplacer les horaires alternés (été et hiver) par un horaire unique pour le culte du dimanche matin: 10:30 heures.

 

En même temps que le culte se tiennent l’école du dimanche pour enfants de 5 à 13 ans et – autant que possible – une garderie pour les enfants de moins de 5 ans. Le culte des enfants et la garderie n’ont pas lieu pendant les vacances scolaires. Les enfants célèbrent le début du culte ensemble avec les adultes dans l’Église. Après ce début de célébration commun, ils rejoignent d’autres locaux de la paroisse.

 

Au cours du culte du deuxième dimanche du mois, les paroissiens ont la possibilité d’approfondir les thèmes abordés dans la prédication par leur contribution personnelle. Depuis les années soixante dix, les membres de la paroisse participent activement au culte.

 

Le deuxième dimanche du mois les victimes de persécutions, de la torture, des disparus et des condamnés à mort soutenus par l’ACAT sont intégrés à la prière générale de la paroisse. Des pétitions adressées aux gouvernements concernés sont mis à la disposition dans l’Église.

 

En règle générale, la paroisse célèbre la Sainte Cène le quatrième Dimanche du mois.

 

Les cultes en langue allemande sont tenus le par une série de prédicateurs invités.

 

Après chaque culte, il y a la possibilité de partager autour d’une tasse de café, de thé et de petits gateaux en réfléchissant aux idées issues du culte.

 

 


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22.-24.8.2019 - Bericht von der          Generalversammlung der CEEEFE in Paris

 

Bericht von der Generalversammlung der CEEEFE

 

in Paris vom 22.-24. August 2019

 

 

 

Seit sechs Jahren ist die Evangelische Französisch-reformierte Gemeinde in Frankfurt am Main (EFRG) das noch immer jüngste Mitglied der CEEEFE, la Communauté des Églises Évangeliques Francophones à l’Étranger. Jedes Jahr tagt die Generalversammlung im August in Paris. Regionalversammlungen gibt es für Europa immer im Frühjahr.

 

Für die Versammlung vom 22. bis zum 24. August 2019 waren ungefähr dreißig Delegierte aus aller Welt nach Paris gekommen. Sie vertreten vorrangig Gemeinden aus den französischen Überseegebieten und (ehemaligen) Kolonien sowie aus Europa (Deutschland, Skandinavien, Niederlande, Großbritannien).

Über das Hauptthema der Versammlung, „Église verte“, wurde am Freitag, 23. August 2019 gesprochen. Anhand eines Bibelstudiums wurde eine neue Lebenshaltung des freiwilligen Verzichts („sobriété“) diskutiert. Kritisch wurde bemerkt, dass Alarmismus nichts Gutes für die Umweltfrage bringt. Eine andere Lebenshaltung kann und soll mit christlicher Freude und Zuversicht angegangen werden.

 

Auch diakonisch-missionarische Initiativen spielten eine große Rolle während der Versammlung. Berichtet wurde von der Arbeit der ACO, der Action Chrétienne en Orient. Sie ist aus Hilfsaktionen während des armenischen Genozids hervorgegangen und unterstützt heute ethnische und religiöse Minderheiten im Nahen Osten. Die Kirchen in Marokko und Dschibuti sind weitestgehend von Spenden der CEEEFE und des DEFAP, der evangelischen Mission Frankreichs, abhängig. Gerade wurde der Neubau einer protestantischen Kirche in Dschibuti erfolgreich beendet. Die Gemeindearbeit, die nun in den Gebäuden der Gemeinde stattfindet, ist praktisch-diakonisch ausgerichtet. Die Kirche bietet eine „Ausbildung auf der Baustelle“ (formation sur le chantier) an, die Geflüchteten in Djibouti die Chance bietet sich zu qualifizieren. Begleitendes Thema der gesamten Konferenz war die schwierige Position der Gemeinden in der arabischen Welt. Oft können sie ihr Gemeindeleben nur führen, wenn es explizit nicht auf Einheimische gerichtet ist. Die französische Gottesdienstsprache dient oft als „Nachweis“, dass unter der örtlichen muslimischen Bevölkerung nicht missioniert wird.

 

Nach einer sechsjährigen Amtszeit hat Bernhard Antérion sich als Vorsitzender des CEEEFE verabschiedet. Es wurde ein neuer Vorstand gewählt. Neuer Vorsitzender ist Pasteur Christian Seytre, ehemaliger leitender Geistlicher der Fédération protestante de France, des französischen Gegenstücks der EKD.

 

Cécile Ambote Luzolo hat die EFRG präsentiert und dabei auf das vergangene Karl-Barth-Jahr hingewiesen, auf den Besuch von Bernhard Antérion und die Auftritte des Chorale francophone für die Christoffel-Blindenmission. Die EFRG hat ihr Interesse daran bekundet, die nächste europäische Regionalversammlung in Frankfurt am Main zu halten. Eine formale Einladung erfolgt erst, wenn dazu im Konsistorium ein Beschluss gefasst wurde.

 

Die Atmosphäre während der ganzen Tagung war freundlich und locker. Beruhigend ist es, dass Tagungshäuser nicht dem deutschen Standard entsprechen müssen, um doch ein gutes Tagen zu ermöglichen. Die Veranstaltung spiegelt die Frankophonie wieder, die das Gefühl vermittelt, dass die Welt klein ist und nicht weit weg (wie man in Deutschland manchmal vermuten könnte).

 

 

 

Cécile Ambote Luzolo